Informatives zum Mobilfunk

Nichtionisierende Strahlung (NIS) tritt in unserer Umwelt und am Arbeitsplatz in verschiedenen Formen auf. Dazu gehören beispielsweise elektromagnetische Felder von Stromleitungen, Bahn, Trafo, Induktion etc., sowie die hochfrequente Strahlung von Mobilfunk und Funknetzwerken. Mit dem flächendendeckenen Mobilfunk stehen wir neuen Herausforderungen zum Schutz von Mensch, Tier, Natur gegenüber.  

«Der Bundesrat ist bisher nicht bereit, ernsthaft zu prüfen, welche Alternativen es zur heutigen Netzstruktur gibt. Insbesondere wäre zu untersuchen, welche Vor- und Nachteile die heutige reine Marktlösung gegenüber einer Alternative mit einem einheitlichen Mobilfunknetz hätte».

Aus dem POSTULAT "Nachhaltiges Mobilfunknetz" von Nationalrätin Brigitte Häberli-Koller

  • 92% der Schweizer besitzen ein Smartphone. 97% nutzen es täglich. Gerade weil wir es so oft nutzen muss uns sehr viel daran liegen, dass unsere Gesundheit und Umwelt nicht darunter leidet. Gesundheitsbewusste Smartphone-Nutzer sind zunehmends kritisch und wollen geschützt sein, wie Umfragen zeigen.

  • 58% der Befragten glauben, dass 5G ihrer Gesundheit schadet und 56 Prozent, dass sich die Strahlenbelastung durch die neue Technologie verändert. 45 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass 5G Krebs auslösen kann. 

  • 61% erachten Mobilfunkantennen als potenziell gefährlich gemäss der Umfrage 2019 des Bundesamtes für Statistik (BFS). 2015 und 2011 betrug der entsprechende Anteil 52%. Im Unterschied zu den übrigen neun Gefahren (worunter z.B. Pestizide oder Kernkraft) ist diese Einschätzung weniger von der – meist verharmlosenden – Behandlung des Themas in den Medien gestützt, sondern eher durch Praxiserfahrungen motiviert.

  • 57-70% lehnen eine Erhöhung der Grenzwerte für 5G ab, so eine Wahlumfrage von Tamedia im Mai 2019 mit 19'018 Personen aus der ganzen Schweiz.

  • 22 zu 21 Stimmen gegen eine Grenzwerterhöhung. Der Ständerat hat 2018, wie schon 2016, einen Vorstoss für eine Grenzwerterhöhung abgewiesen. Dennoch arbeitet die Mobilfunkindustrie weiter darauf hin. Die Folge wäre eine reale Erhöhung der Strahlenbelastung der Bevölkerung.

  • 8% der Bevölkerung sind elektrosensitiv. Dies gemäss einer Schweizer Studie. Erhebungen in anderen Ländern ergaben ähnliche Zahlen (Deutschland: 10%). Mit der Dunkelziffer wären es noch mehr. Immer mehr Menschen leiden unter den Auswirkungen der heutigen Kommunikationstechniken. Viele sind gezwungen, ihre Wohnung oder den Arbeitsplatz zu wechseln bzw. aufzugeben.

«Mit der Einführung von 5G droht noch eine höhere Zwangsbestrahlung, mit negativen Folgen für Bevölkerung und Umwelt. Vor allem die Kantone und Gemeinden sollten unverzüglich die Umsetzung eines zukunftsweisenden Mobilfunkkonzeptes einfordern, das auf der strahlungsmindernden Trennung zwischen Innen- und Aussenraumversorgung basiert.»

Frequencia. Medienmitteilung

  • 10'000 bis über 30'000 neue Sendeanlagen bzw. Aufrüstung bestehender Sender für 5G. Dies ist das Ergebnis des UVEK-Berichts "Mobilfunk und Strahlung" von 2019. Ob mit oder ohne Erhöhung des Grenzwerts, die Strahlenbelastung der Bevölkerung wird erheblich erhöht. Dabei lassen schon jetzt immer mehr Menschen sich und ihre Familien vor Strahlung schützen und schirmen ihre Häuser ab – vor allem diejenigen, die es sich leisten können und Kenntnis über die Wirkungen der Strahlung haben.

  • 1'000'000 Geräte pro km2 vernetzen. 5G soll bis zu einer Million Geräte pro Quadratkilometer miteinander vernetzen: Heute schon gibt es mehr drahtlos vernetzte Dinge des Internet of Things (IoT) als Smartphones und Tablets. Mit "Dinge" sind an das Internet angebundene Sensoren, Überwachungselemente, Drohnen und smarte oder gar autonome Fahrzeuge gemeint.

  • 20-50% Zunahme des Stromverbrauchs. Heute entfallen knapp 10% des weltweiten Stromverbrauchs auf das Internet. Mit 5G wird bis zum Jahr 2030 eine exponentielle Zunahme auf 20 – 50% prognostiziert – trotz Effizienzsteigerung der Geräte.

  • 10fach tiefer als der internationale Immissionsgrenzwert  der in der Schweiz geltende Anlagegrenzwert. Öffentlich wird deshalb stets wiederholt, wir seien im Vergleich mit dem Ausland besser geschützt. Doch das ist eine Täuschung.  

  • Weniger als 10% von über 1200 Gesuchen in den letzten 12 Monaten zum Auf- und Ausbau von Mobilfunkantennen sind in den letzten 12 Monaten behandelt und bewilligt worden, so Stephan Netzle, Präsident der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) in einem Schreiben im Juli 2020 an den Bundesrat. Derart gross ist also der Widerstand aus der Bevölkerung gegen den Ausbau des 5G-Netzes.

  • 80% der mobilen Kommunikation findet von Innenräumen statt. Unsinnigerweise vernetzen wir uns drinnen immer noch über eine Antenne, die draussen steht. Deren Strahlungsleistung muss so stark sein, dass sie mehrere Mauern durchdringt.

  • 3-4 fach höhere Strahlenbelastung. Mit den Planungen der ComCom wird sich die Strahlenbelastung massiv erhöhen.

  • Von 6 V/m auf 20 V/M wollen die Mobilfunkbetreiber die Grenzwerte erhöhen. Das würde die tatsächliche Strahlenbelastung der Bevölkerung massiv erhöhen und ist aufgrund der bereits bestehenden Belastungssituation inakzeptabel.

  • 5G bereits 2G, 3G, 4G waren und sind gesundheitsschädlich. Es gibt keine Prüfung auf Umwelt- und Gesundheitsverträgklichkeit. Die Grenzwerte liegen weit über den Empfehlungen zahlreicher unabhängiger Wissenschaftler. Auch sind sie im Widerspruch zur Resolution Nr. 1815 des Europarates, die im Gebäudeinnern einen 30-mal tieferen Grenzwert fordert, als er in der Schweiz gilt.

«Das beste Netz für die Minimierung der Belastungen durch Mobilfunkstrahlung ist ein möglichst dichtes Netz mit schwachen Sendern»

Aus dem UVEK-Bericht, an dem auch die Mobilfunkbetreiber mitgearbeitet haben.

  • Über 220 Forscher und Ärzte aus aller Welt warnten 2017 in einem Appell vor der schädigenden Wirkung der Strahlung und riefen zu einem 5G-Moratorium auf, "… bis potenzielle Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt vollständig durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht wurden". – Seit der Jahrhundertwende wurden viele ähnliche Appelle besorgter Wissenschaftler erlassen.

  • Es ist zu befürchten, dass die Einführung von 5G zu einer weiteren Zunahme von Tinnitus, ADHS, Kopfschmerzen, Schwindel, Augenentzündungen, Depressionen, nervöser Spannung, chronischer Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, Schlafstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Diabetes, Herz- Kreislauf- Problemen und Krebs führen wird.

  • Für eine gefahrlose Strahlenexposition existieren Richtwerte, die 100­ bis 1000mal tiefer angesetzt sind (in Volt pro  Meter) als die aktuellen Schweizer Grenzwerte. Hinter diesen Richtwerten stehen sowohl die unabhängige Wissenschaft wie auch die praktischen Erfahrungen der Baubiologie aus mehr als zwei Jahrzehnten.

  • Die Wirkungen der 5G-­Millimeterwellen (> 25 GHz) sind noch kaum bekannt. Es existieren bis heute nur sehr wenige Studien darüber. Die verbreitete Behauptung, wonach diese Millimeterwellen an der Körperoberfläche bleiben und nicht bis zu den Körperorganen vordringen können, ist jedoch wissenschaftlich nicht haltbar.

  • In unabhängigen Studien zur Fauna und Flora wurden schädliche Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auch am Nutzvieh, an Vögeln, Mäusen, Ratten, Fröschen, Insekten (Bienen, Ameisen, Fliegen) sowie an Fadenwürmern, Bakterien und Pflanzen festgestellt.

  • 75% weniger Biomasse bei Fluginsekten. Diverse Umwelteinflüsse belasten unsere Umwelt. Die Mobilfunkstrahlung trägt einen Teil dazu bei, wie man über die Erkennsntisse von Imkern auf Bienen weiss – was auch durch wissenschaftliche Studien belegt wird. Das Schädigungspotential der Strahlung zeigt sich aber auch durch Missbildungen in der Nutztierhaltung.

«Die konsequente gesundheitliche Vorsorge muss die Rahmenbedingung für die Weiterentwicklung der mobilen Kommunikation sein.»

Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz in ihrer Position ‹Mobilfunk und Strahlung›

  •  Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat im Jahr 2011 hochfrequente Funkstrahlung als «möglicherweise krebserregend für den Menschen» klassifiziert. Ein  Wissenschaftlerkollektiv fordert nun aufgrund neuer Studien ihre Neueinstufung ohne Vorbehalte als «krebserregend für den Menschen».

  • 100% Risiko – Mobilfunk ist nicht versicherbar. Das Risiko durch die nicht-ionisierende Mobilfunkstrahlung ist nicht versicherbar, so die SwissRe einer der weltgrössten Rückversicherer.

  • 30% verlieren Liegenschaften an Wert. Laut Hauseigentümerverband bestätigt das Bundesgericht, dass Liegenschaften und Wohnungen in der Nähe von Mobilfunksendern schwerer verkäuflich oder vermietbar werden und Druck auf den Kaufpreis oder den Anfangsmietzins entsteht. Von Experten wurden Werte bis 30% genannt.

  • Als Falschinformation bezeichnet werden muss die immer wieder vorgebrachte Behauptung es gebe keine relevanten biologischen Effekte unterhalb der Grenzwerte. Unabhängige Wissenschaft belegen das Schädigungspotentail der Mobilfunkstrahlung.

  • Nichtionisierende Strahlung, einschliesslich derjenigen von 5G, kann die DNA beschädigen. Dies wurde durch die Swisscom selbst anerkannt - in ihrer Patentanmeldung Nr. WO2004075583. Tausende unabhängige Studien, die online eingesehen werden können, beweisen die Schädlichkeit nicht ionisierender Strahlung; Diabetes, Krebs, Nieren-, Herz- und neurologische Krankheiten treten vermehrt auf.

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