Ein modernes Smartphone wirkt kompakt und beinahe ungreifbar, doch hinter diesem Minimalismus verbirgt sich eine komplexe Rohstoffgewinnungskette. Jedes Gerät besteht aus Dutzenden von Komponenten, darunter viele Seltenerdelemente. Sie versorgen Bildschirm, Kamera, Lautsprecher, Vibrationsmotor und Akku mit Energie. Dennoch zählen Seltenerdelemente nach wie vor zu den problematischsten Elektronikbauteilen in Bezug auf Umwelt- und Recyclingfragen.
Seltene Erden in Smartphones: Warum Recycling nicht funktioniert
Die digitale Wirtschaft und der versteckte Ressourcenfußabdruck
Das Wachstum digitaler Dienste treibt die Nachfrage nach Geräten an, die alle zwei bis drei Jahre aktualisiert werden. Dies betrifft nicht nur die Kommunikation, sondern auch Unterhaltungsplattformen, Finanzdienstleistungen und die Online-Unterhaltungsbranche. Beispielsweise basiert die Infrastruktur von Streaming-Ökosystemen und den beste Online Casino Schweiz basiert auf Millionen von Nutzergeräten, die regelmäßig aktualisiert werden.
Je höher die Anforderungen an Grafik, Reaktionszeit und Akkulaufzeit sind, desto komplexer wird die Smartphone-Hardware. Dies erhöht direkt den Verbrauch seltener Erden, selbst wenn die digitalen Dienste selbst „immateriell“ erscheinen. Der ökologische Fußabdruck entsteht bereits beim Abbau und der Produktion.
Welche Seltenerdmetalle werden in Smartphones verwendet?
Ein typisches Smartphone enthält:
| Neodym | Neodym wird in leistungsstarken Miniaturmagneten für Lautsprecher und Mikrofone verwendet. |
| Dysprosium | Dysprosium wird diesen Magneten beigemischt, um ihre thermische Stabilität zu gewährleisten und so zu verhindern, dass die Bauteile bei Erwärmung ihre Eigenschaften verlieren. |
| Terbium und Yttrium | Terbium und Yttrium werden in Leuchtstoffen für Displays eingesetzt und beeinflussen Farbwiedergabe und Helligkeit. |
Obwohl der Massenanteil jedes einzelnen Elements gering ist, führt das weltweite Produktionsvolumen von Smartphones zu einem signifikanten Verbrauch. Laut Europäischer Kommission ist die Elektronikindustrie weltweit einer der am schnellsten wachsenden Nachfragetreiber für Seltene Erden. Problematisch ist, dass der Abbau dieser Elemente zu schwerwiegender Boden- und Wasserverschmutzung führt, insbesondere in Regionen mit niedrigen Umweltstandards.
Warum Smartphone-Recycling weiterhin ineffektiv ist
Auf den ersten Blick erscheint Recycling als naheliegende Lösung: Alte Geräte können zerlegt und ihre wertvollen Materialien zurückgewonnen werden. In der Praxis erweist sich der Prozess jedoch als äußerst komplex. Seltene Erden sind in mikroskopischen Mengen in verschiedenen Komponenten verteilt, oft in Legierungen oder chemisch gebunden. Ihre Trennung erfordert mehrstufige Verfahren mit Säuren und hohen Temperaturen.
Hinzu kommt, dass der wirtschaftliche Anreiz gering ist. Die Kosten für die Gewinnung seltener Erden aus einem einzigen Smartphone übersteigen oft den Marktpreis des resultierenden Rohmaterials. Daher konzentrieren sich Recyclingunternehmen auf wertvollere und leichter zu gewinnende Materialien wie Kupfer, Gold und Aluminium. Infolgedessen gehen die meisten seltenen Erden verloren, selbst wenn das Gerät offiziell als recycelt gilt.
Was behindert den großflächigen Übergang zu einem nachhaltigen Modell?
Eine der größten Herausforderungen ist das Smartphone-Design. Moderne Geräte sind geklebt statt verschraubt, was die Demontage teuer und zeitaufwendig macht. Hersteller berücksichtigen bei der Geräteentwicklung selten die Rückgewinnung von Seltenen Erden. Hinzu kommt die fragmentierte globale Lieferkette: Ein Smartphone kann in einem Land hergestellt, in einem anderen verkauft und in einem dritten recycelt werden, was Kontrolle und Standardisierung erschwert.
Experimentelle hydrometallurgische Verfahren und Bioleaching-Technologien existieren zwar, werden aber noch nicht industriell eingesetzt. Ohne gesetzliche Anreize und einen grundlegenden Wandel im Elektronikdesign bleibt das Recycling von Seltenen Erden eine Nischenlösung.
Johannes Keller
Chefredakteur und schreibt für Safer Phone
Johannes Keller verfasst klare und informative Artikel zu Technologien, Datentransfers und Online-Sicherheit.
Martin Vogel
Chefredakteur bei Safer Phone
Martin Vogel führt gründliche Recherchen zu Trends in den Bereichen Cybersicherheit, Datenschutz und neue Technologien durch.
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