Wie steht es mit der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit von 5G?

Bereits die früheren Mobilfunkstandards 2G, 3G, 4G wurden ohne vorgängige Prüfung auf Gesundheits- und Umweltverträglichkeit eingeführt. Das Gesetz sieht dies nicht vor. Auch der Strahlung von 5G-Antennen wird die Bevölkerung nun ohne Wissen von deren gesundheitliche Folgen ausgesetzt. Bundesbehörden und Mobilfunkindustrie beruhigen: Sie sehen bezüglich gesundheitlicher Auswirkungen von 5G-Strahlung keinen Unterschied zu 4G. Sie verweisen darauf, dass die derzeitigen 5G-Frequenzen unterhalb 6 GHz und somit im selben Frequenzbereich wie 2G, 3G, 4G und WLAN liegen. Bei diesen Funkdiensten seien keine gesundheitlich nachteiligen Wirkungen nachgewiesen worden.

Diese Einschätzung ist jedoch doppelt falsch:
1. sind nachteilige gesundheitliche Wirkungen infolge Mobilfunksendern seit bald drei Jahrzehnten weltweit eine Erfahrungstatsache und ausserdem durch Studien belegt.
2. ist die Trägerfrequenz keineswegs der einzige Einflussfaktor. Massgebend für die Intensität spontaner Beschwerden ist vor allem die Amplitudendynamik1. Um die Stärke der biologischen Wirkungen im Körper zu kennen, muss man daher die Spitzenwerte der Strahlung messen.

Gemäss behördlicher Vorschrift wird jedoch der momentane Mittelwert2 gemessen. Diese Messmethode entspricht dem längst überholten ICNIRP-Dogma "Wissenschaftlich gesichert sind nur Schäden durch Erwärmung". Die Mittelwertmessung bewirkt, dass das gesundheitliche Risiko teils massiv unterschätzt wird. Das gilt vor allem bei Funkdiensten mit hoher Amplitudendynamik wie 4G+ und 5G sowie beim WLAN-Standby-Signal. Bei 5G im Frequenzband um 3,5 GHz sind es die adaptiven Antennen, die sehr hohe Strahlungsspitzen erzeugen und so den Empfang verbessern, wo die Strahlungsausbreitung durch Bauten und Bäume behindert ist. Aber dafür wird die Strahlung biologisch aggressiver.

1) Amplitudendynamik = Differenz zwischen minimaler und maximaler Strahlungsintensität sowie Steilheit des Signalanstiegs

2) Vorschrift ist die Messung des quadratischen Mittelwerts (RMS). In der Baubiologie werden Spitzenwerte gemessen (Peak Hold).

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